In einer ersten Begegnung kamen der pädagogische Geschäftsführer der Schulstiftung Constantin Haider und der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl zusammen. Im konstruktiven Austausch wurden aktuelle Entwicklungen im katholischen Schulwesen gemeinsam reflektiert.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie katholische Werte an den Schulen der Schulstiftung der Erzdiözese Wien zeitgemäß vermittelt und im Schulalltag erfahrbar gemacht werden können. „Unsere Schulen sind mehr als Orte der Wissensvermittlung“, betonte Constantin Haider im Anschluss an das Treffen.
„Sie sind Räume, in denen junge Menschen erfahren, was es bedeutet, in christlicher Gemeinschaft zu leben und Verantwortung füreinander zu übernehmen.“
Werteorientierte Bildung im Fokus
Erzbischof Grünwidl hob die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs hervor, der dazu beitrage, pastorale Anliegen und schulische Praxis gut aufeinander zu beziehen. „Katholische Schulen tragen eine besondere Verantwortung“, so der Erzbischof. Den Kindern und Jugendlichen soll demnach nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Kompass für das Leben mitgegeben werden. Katholische Schulen leisten somit einen wichtigen Beitrag, indem sie neben fachlicher Bildung auch Orientierung anbieten – getragen von den christlichen Werten.
Konkret wurden etwa die Weiterentwicklung religionspädagogischer Angebote sowie Maßnahmen zur Stärkung des Gemeinschaftslebens an den einzelnen Schulstandorten besprochen. Weitere Themen waren auch die Gestaltung von Schulgottesdiensten, soziale Initiativen und die Einbindung der Schulseelsorge in den pädagogischen Alltag.
Herausforderungen im Blick behalten
Auch gesellschaftliche Entwicklungen, die das Schulleben beeinflussen, wurden thematisiert. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, veränderte Familienstrukturen und die Auswirkungen der Digitalisierung stellen katholische Schulen vor neue Herausforderungen. Beide, Bischof wie pädagogischer Geschäftsführer, waren sich einig, dass vor diesem Hintergrund ein klares Werteprofil Orientierung bieten könne.
„Unsere Schulen stehen allen offen, die unsere Werte mittragen – unabhängig von Herkunft oder Konfession. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass das christliche Profil gelebt wird.“
Die Schulstiftung betreibt mehr als 20 Bildungseinrichtungen an 12 Standorten in der Erzdiözese Wien — darunter finden sich Volksschulen, Mittelschulen, Gymnasien, berufsbildende Schulen sowie Kindergärten in Wien und Niederösterreich. Rund 6.200 Schülerinnen und Schüler besuchen die verschiedenen Einrichtungen, an denen ein differenziertes pädagogisches Konzept mit zeitgemäßer religiöser Bildung verbunden wird.
