Am gestrigen Abend fand eine besinnliche Veranstaltung für die Leiter:innen und Pädagog:innen der Bildungseinrichtungen der Schulstiftung statt. Nach der Begrüßung durch den neuen pädagogischen Geschäftsführer, Constantin Haider, gestaltete Georg Nuhsbaumer den inhaltlichen Teil und führte die Teilnehmenden in eine Stunde der Reflexion und inneren Sammlung.

Im Mittelpunkt stand der Advent als Zeit der Erwartung des Herrn – eine Haltung, die nicht nur liturgisch, sondern auch persönlich Bedeutung hat. Die Einladung lautete, diese adventliche Grundhaltung bewusst ins eigene Leben zu integrieren.

Ein Bibelimpuls eröffnete den gemeinsamen Weg: die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth im Lukasevangelium – jener Moment, in dem „das Kind im Bauch hüpfte“. Diese Szene zweier Schwangerer wurde zum Bild der guten Hoffnung, des Vertrauens auf das Wirken Gottes in uns. Georg Nuhsbaumer machte dabei auch deutlich: Gott braucht unser „Ja“, unsere Bereitschaft, und er spricht jedem Menschen seine Verheißung zu.

Anschließend waren die Teilnehmer:innen eingeladen, bei einem kurzen Adventspaziergang im Garten des Sacré Coeur Wien in den Austausch miteinander zu kommen. Die Fragen, die Georg Nuhsbaumer für die persönliche Reflexion zur Verfügung stellte, lauteten:

  • Was möchte in mir und durch mich zur Welt kommen?

  • Bin ich fähig zu sehen und mich zu freuen, was in anderen wächst? Wo erlebe ich das – und was macht das mit mir?

  • Was ist für mich die Verheißung, die uns gegeben wurde? Kann ich daran glauben?

  • Wer ist meine „Elisabeth“, zu der ich in besonderen Situationen gehen kann, wenn ich Unterstützung und Trost brauche?

Zurück in der Kirche entzündete jede:r eine Kerze und platzierte sie – verbunden mit einer persönlichen Bitte oder einem Dank – vor dem Altar. Begleitet von diesem Lichtermeer und musikalisch untermalt fand die Andacht einen ruhigen, hoffnungsvollen Abschluss.

Eva Lindl bedankte sich anschließend bei den Kindern des Chores des Gymnasiums und bei Prof. Prinz-Lien für die wunderbaren musikalischen Beiträge. Bei der anschließenden Agape im Barat-Saal konnten sich die Teilnehmenden bei Punsch, Buffet und Gesprächen stärken und den Abend ausklingen lassen.