Reger Zulauf an Privaten Neuen Mittelschulen

Auch im Schuljahr 2018/2019 hält das große Interesse an den Neuen Mittelschulen, die zu den katholischen Privatschulen der Erzdiözese Wien gehören, weiter an. Fast 750 Schülerinnen und Schüler besuchen heuer eine der vier katholischen Mittelschulen unter dem Dach der Privatschulen der Erzdiözese Wien. Damit verzeichnen die drei Neuen Mittelschulen (NMS) und die Wiener Mittelschule (WMS) einen gleichbleibend hohen Zulauf.

Die Mittelschulen stehen insbesondere in der Bundeshauptstadt immer wieder im Fokus. Vielen Eltern gelten die ehemaligen Hauptschulen als zweite Wahl. Das Gymnasium wird als erstrebenswert, die Mittelschulen hingegen als nachteilig für die schulische Karriere der jungen Menschen angesehen. Ein positives, zukunftsorientiertes Bild zeichnen dagegen die vier Mittelschulen der katholischen Privatschulen der Erzdiözese Wien (EDW). Differenzierung wird hier als Chance verstanden, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Individualität bestmöglich zu fördern.

Differenzierung bietet individuellen Mehrwert

„Unser Bildungssystem differenziert relativ früh. Das ist auch eine Chance, um jedem Kind die individuell beste Schullaufbahn und alle Möglichkeiten für das persönliche Wachstum zu bieten“, erklärt dazu Hofrätin Mag. Andrea Pinz, Leiterin des Erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung und verantwortlich für die pädagogische Ausrichtung der Schulen. „Für uns ist Begabungsförderung daher ein besonders wichtiger Teil unserer pädagogischen Grundhaltung“, so Pinz weiter. „An unseren Mittelschulen setzt das gesamte Team mit viel Engagement einen begabungsfördernden und personenorientierten Unterricht um, der den Fokus auf die großen Potenziale und vielen Talente unserer Schülerinnen und Schüler legt. So verstanden und umgesetzt bietet Differenzierung echten Mehrwert, ist aber auch ein Auftrag für alle in der christlichen Bildung Tätigen.“

An der NMS Sacré Coeur Wien beispielsweise setzt man unter anderem auf speziell gebündelte Fächerkombinationen am Nachmittag, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre individuellen Begabungen vertiefen können. Die beiden Schwerpunkte – KLIMT (Kunst, Literatur, Musik, Theater) und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) – bieten ein breites Themenspektrum, das eine Vielzahl an Interessen abdeckt und die Anforderungen des Lehrplans nicht nur erfüllt, sondern zudem auch bewusst handlungsorientiert umsetzt. „Wir ermutigen Eltern und Kinder, unsere Neue Mittelschule als positive Schulwahl zu erfahren und stellen daher die besonderen Angebote unserer Schule in den Vordergrund“, beschreibt Direktorin Dr. Marianne Thaler den Ansatz ihrer NMS. „Bei uns sollen alle Kinder Schule und Unterricht als positiv und wertschätzend erleben und ihre individuellen Begabungen erkennen und entfalten dürfen.“

Idealer Rahmen für die Persönlichkeitsentfaltung

Direktorin Gerda Stingeder leitet die Private NMS am Campus Sacré Coeur Pressbaum in Niederösterreich. An der Neuen Mittelschule in Pressbaum wurde in einem intensiven Prozess die sogenannte „Entwicklungsscheibe“ erarbeitet, die das Schulprofil kennzeichnet und die individuelle Persönlichkeitsentfaltung der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt. „Gerade für junge Menschen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren ist das Entdecken und Entfalten von Talenten ein enorm wichtiger Teil ihrer Entwicklung“, erklärt dazu Direktorin Stingeder. „Unsere Neue Mittelschule will dafür mit der ‚Entwicklungsscheibe‘ den idealen schulischen Rahmen und Raum bieten. Ein Highlight unseres Schuljahres ist zum Beispiel der ‚Jahrmarkt der Fähigkeiten‘. Unsere Schülerinnen und Schüler präsentieren dort alles, worauf sie besonders stolz sind. So wird die persönliche Entwicklung jedes einzelnen auf besondere Weiser sichtbar gemacht.“

Campus-Modell erleichtert gelungenen Übertritt

Eine Besonderheit der Neuen Mittelschulen der katholischen Privatschulen der EDW ist auch das – überwiegend umgesetzte – Campus-Modell, das verschiedene Schularten an einem Standort vereint. Auf diese Weise wird etwa ein unkomplizierter und gelungener Übergang von der Volksschule in die Sekundarstufe erleichtert. Und auch der potentielle Übertritt von der Mittelschule in eine gymnasiale Oberstufe wird so ganz anders vorbereitet und ermöglicht. Die Neue Wiener Mittelschule Antonigasse beispielsweise ist eine von nur vier NMS in diesem Schultyp, an denen Lehrer der Mittelschule gemeinsam mit AHS-Lehrern unterrichten. Individuelle Begabungsförderung ist in der Antonigasse also auch ein Mittel, den Wechsel in die AHS zu erleichtern.

Die aktuellen Zahlen geben den Konzepten der katholischen privaten Mittelschulen Recht: Im eben gestarteten Schuljahr 2018/2019 besuchen insgesamt 740 Schülerinnen und Schüler eine der vier Mittelschulen der Erzdiözese Wien. „Der Zulauf zu unseren Mittelschulen ist ungebrochen hoch. Das zeigt, dass die Schulen den richtigen Weg beschreiten“, zeigt sich Andrea Pinz überzeugt. „Mit ihrem Fokus auf die individuelle Begabungsförderung von Kindern und Jugendlichen leisten unsere Schulen einen besonderen und wichtigen Beitrag dazu, dass Jugendliche ihren schulischen Bildungsweg als positiv und erfüllend erleben. Das ist schließlich die beste Voraussetzung für lebenslange Freude am Lernen. Das ist aber auch die Basis, dass Schülerinnen und Schüler in ihrer ganzen Persönlichkeit wachsen und sich entwickeln können.“