Neuerungen im Schuljahr 2017/18

Die Privatschulen der Erzdiözese Wien setzen im kommenden Schuljahr besondere Schwerpunkte im Bereich der Schulpastoral. Diözesanjugendseelsorger Mag. Michael Scharf ist ab September 2017 auch für die schulpastoralen Angebote zuständig und widmet sich mit einem Team der zukunftsorientierten Konzeptarbeit. Ebenso leiten mehrere Schulstandorte, die in der Trägerschaft der Erzdiözese stehen, innovative pädagogische Entwicklungen ein. Das besondere Profil christlicher Bildungseinrichtungen soll geschärft werden.

Schulpastoral ist kirchlicher Dienst an den jungen Menschen und somit wichtiger Bestandteil von Leben und Lernen an katholischen Schulen. Das betrifft das pädagogische Denken und Handeln ebenso wie den Umgang miteinander. Schulpastoral fördert den wichtigen Aspekt der Persönlichkeitsbildung und bietet einen zusätzlichen Raum, wo
sich kulturelle und religiöse Unterschiede begegnen können. Um den Dialog und Austausch zu vertiefen und ein zeitgemäßes Angebot zu schaffen, wird mit dem Schuljahr 2017/18 der Jugendseelsorger der
Erzdiözese Wien Michael Scharf vor allem die Standorte Sacré Coeur Pressbaum und den Schulcampus Antonigasse begleiten. In der praktischen Umsetzung umfasst Schulpastoral regelmäßige Schulgottesdienste, Morgengebete, karitatives Engagement und soziale Projekte, spirituelle Rituale aber auch Seelsorge und Lebenshilfe.
Michael Scharf ist Priester, Mediator und Lebens- und Sozialberater. Sein Ziel ist es, neben dem fixen schulpastoralen Angebot eine einfache, niederschwellige Erreichbarkeit zu eröffnen: „Ich möchte
Begegnungsräume schaffen und vor Ort präsent sein. Kinder und Jugendliche stehen heute vor vielen Herausforderungen, haben viele Fragen. Da ist es gut, wenn jemand da ist und zuhört und einen Austausch außerhalb des Lehrerkollegiums bieten kann. Ich möchte ein vertraulicher und kompetenter Ansprechpartner sein für alle Kinder und Jugendlichen, deren Eltern und alle Lehrenden. Egal, ob es um Lebens- oder Glaubensfragen geht oder ich in persönlichen Krisen und Notfällen vermittle.“

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Hofrätin Mag. Andrea Pinz, die Leiterin des Erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung, freut sich, dass die Diözesanleitung mit Michael Scharf einen im Umgang mit jungen Menschen erfahrenen und hochengagierten Priester in die Schulen entsendet, für viele Schülerinnen und Schüler seien die Bildungseinrichtungen oft die
wichtigsten Begegnungsorte mit Kirche: „Schulpastoral und das Kennenlernen von Menschen, die aus ihrer Verwurzelung im Glauben heraus leben, sehe ich als Chance, dass das eigene Menschsein der Kinder und
Jugendlichen an Tiefe gewinnt und sie Antworten auf die vielen Herausforderungen unserer Zeit finden. Das zeichnet unsere diözesanen Schulen aus: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und alle an den Standorten Tätigen übernehmen Verantwortung füreinander und machen die kirchliche Gemeinschaft an ihrem Arbeitsplatz lebendig.“

Neuer musikalischer Zweig am Standort Hollabrunn

Das Erzbischöfliche Gymnasium Hollabrunn startet mit dem Schuljahr 2018/19 einen Musikschwerpunkt ab der ersten Klasse, der durch die  Zusammenarbeit mit den örtlichen Musikschulen auf die regionalen
Bedürfnisse eingeht. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Im Musikzweig steht die Entfaltung der musikalischen Begabung im Mittelpunkt. Vier Stunden Musik pro Woche, Musiktheorie und Gehörschulung sowie schulübergreifende Projekte und Kooperationen bieten musikalisch begabten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Talente in der Schule weiterzuentwickeln. Der bestehende Zweig Humanpsychologie und
Humanbiologie wird mit dem Schuljahr 2018/19 bereits ab den ersten Klassen geführt. Hier geht es in Verknüpfung der Fächer Biologie und Psychologie um die Auseinandersetzung mit dem Menschsein, die Entwicklung
eines positiven Selbstbildes und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

Erste Europaklasse für Volksschule Sacré Coeur Wien

Die Förderung der Sprachkompetenz und der frühe Erwerb einer lebenden Fremdsprache sind ein großes Potenzial und ein Garant für gelungene Bildung. Die Private Volksschule Sacré Coeur Wien wird diesem Auftrag gerecht und startet zu Schulbeginn die erste Europaklasse, nachdem sich das Konzept am Gymnasium Sacré Coeur
über Jahre zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat, das wienweit vorbildhaft ist. Bereits ab der ersten Klasse Volksschule wird nun täglich eine Stunde gemeinsam mit einem englischsprachigen Native-Speaker unterrichtet.

Neuer Schulstandort in Wien-Währing

Mit 1. September 2017 zählt auch das Bildungszentrum Lacknergasse mit Kindergarten, Volksschule und Neuer Mittelschule zu den Privatschulen der Erzdiözese. Es wurde 1885 im 18. Wiener Gemeindebezirk gegründet. Aktuell besuchen rund 300 Kinder und Jugendliche die drei Bildungseinrichtungen am Standort. Schulamtsleiterin HR Mag. Andrea Pinz erklärt: „Uns ist es wichtig, an den bestehenden Traditionen anzuknüpfen und auf dieser Grundlage eine zeitgemäße, an den vielfältigen Potenzialen der jungen Menschen orientierte Schule der Zukunft zu gestalten.“

Die Privatschulen der Erzdiözese Wien und die Hochschulstiftung führen damit ab 1. September 2017 in Wien und
Niederösterreich insgesamt vier Kindergärten und 26 Schulen an 14 Standorten, in denen 8000 Kinder ganzheitlich auf ihrem Bildungsweg begleitet werden.